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Deutsches Fachwerkzentrum Quedlinburg e.V.

Integrativer Ort BauDENKMAL

Sharing Heritage - Sharing Work - Sharing Community

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Der gemeinnützige Verein Deutsches Fachwerkzentrum Quedlinburg e.V. arbeitet seit über 15 Jahren an der nachhaltigen Restaurierung von Kulturbauten – als authentische Zeugnisse der europäischen gebauten Geschichte. Dies verstehen wir als Bildungsauftrag für Menschen aus Europa und aus allen Kontinenten.

Die Praxisarbeiten und Seminare finden an national wertvollen Kulturgütern in Sachsen-Anhalt statt. Beispielhaft dafür stehen der aus der Renaissance stammende ehemalige Adelshof, der Bunte Hof in Osterwieck und das Fachwerkensemble der ältesten erhaltenen Schule Hühnerbrücke 4 und Grudenberg 8 in Halberstadt. Auch die Sanierung der mittelalterlichen Wasserburg Schloss Erxleben wurde im Zuge des Projektes in ersten Schritten begonnen. Der Standort wird je nach Arbeitsschwerpunkt der Seminare ausgewählt. Inhaltlicher Leitfaden ist die nachhaltige und Ressourcen schonende Sanierung historischer Bauten. Die Bauten stehen als "DENKMALort" des europäischen Kulturerbes mit ihrer Architektur, der handwerklichen und künstlerischen Ausgestaltung sowie der Nutzung in den verschiedenen Jahrhunderten.

So spiegeln die Ausmalung einer Renaissancetür mit "Lucretia" nach einem Kupferstich der niederländischen Schule, die Grisaillemalerei mit Beschlagwerksornamentik im "Heimligen Gemach" nach Vorlagenblättern niederländischer Kupferstecher, die schlichte Ausmalung barocker Klassenräume oder Kamine, Wendeltreppen sandsteinerne Türgewände und Dachkonstruktionen des Mittelalters und der Renaissance – europäisches Kulturerbe wider. Das gebaute kulturelle Erbe verdeutlicht über Landesgrenzen hinausgehende gemeinsame kulturelle Wurzeln, die wir uns in jedem Seminar bewusst machen.

Ziel der international besetzten Seminare des Fachwerkzentrums ist es, nicht nur europäische Kulturgüter zu schützen, deren Wert und Bedeutung zu vermitteln, behutsam wieder instand zu setzen und handwerkliche Fähigkeiten zu lehren, sondern Menschen verschiedener Kulturen in die Gesellschaft zu integrieren, Vorurteile abzubauen und einen interkulturellen Austausch zu beginnen. Weitere Handlungsfelder sind die Präsentation der Arbeit, Vorlesungen, Fachexkursionen und die Teilnahme von Bürgern, die diesen Prozess begleiten.

Das Leitmotiv spiegelt sich so 1:1 im Restaurationsprojekt "Integrativer Ort BauDENKMAL!" des Fachwerkzentrums wider. Seit mehr als zwei Jahren helfen Flüchtlinge und Migranten dabei, historische Baudenkmäler in Sachsen-Anhalt vor ihrem unwiederbringlichen Verfall zu retten. In Zusammenarbeit mit der Bevölkerung entstehen aus den ehemals verlassenen Ruinen neue Wirkstätten des örtlichen Gemeinlebens auf der Grundlage der Kulturbauten des Landes Sachsen-Anhalt.

Die verschiedenen Begegnungsfelder des Projektes, neben dem Erhalt des "BauDENKMALs", schaffen offenes Denken, damit sich neue Wege – der gegenseitigen Akzeptanz, des interkulturellen Austausches, der Steigerung des Selbstwertgefühls - entfalten können. Das Seminarprojekt "Integrativer Ort BauDENKMAL!" bewahrt nicht nur die vom endgültigen Verfall bedrohten Kulturdenkmäler, sondern führt diese in der Zukunft einer neuen Nutzung zu – ein Prozess, den viele Seminarteilnehmer auch für die Baudenkmale in ihren Ländern anstreben wollen.

Förderer:

Die Förderer des Projektes "Integrativer Ort BauDENKMAL" sind die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) sowie die Commerzbank-Stiftung.

Geplante Präsentationsformate:

Seminare in den jeweiligen Kulturbauten – Schloss Erxleben, Fachwerkensemble Hühnerbrücke 4/ Grudenberg 8 in Halberstadt, Schloss Stolberg

Event Tag: 27. Mai 2018

Mit dem Projekt "Integrativer Ort BauDENKMAL!!" mit den Seminarteilnehmern sowie Studenten des World Heritage Studiengangs der Hochschule Anhalt-Dessau unter Anleitung der Restauratoren und Mitarbeiter des Fachwerkzentrums wollen wir an dem europäischen Kulturerbejahr teilnehmen. Der Veranstaltungsort ist ein Kulturbau, Schloss Erxleben, den wir gemeinsam vor dem baulichen Verfall retten, bauliche Geschichte durch Führungen vermitteln und in einem Saal oder mehreren ineinander folgenden Sälen die verschiedenen Felder der Restaurierung und traditionellen Handwerkskunst präsentieren. Eingeladen sind alle Bürger, nicht nur teilzunehmen, sondern - je nach Geschicklichkeit - miteinander zu arbeiten und mitzuwirken im Sinne von "Sharing Heritage - Sharing Work - Sharing Community" Kulturgut zum Anfassen. Es soll ein Tag werden, der Raum gibt, über das Kulturgut zu reden und durch die aus verschiedenen Kulturen stammenden Seminarteilnehmer, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Kulturen kennen zu lernen. Hier werden die Seminarteilnehmer, Geflüchtete und Studenten des Studiengangs World Heritage Studiengangs der Hochschule Anhalt - junge Menschen aus Syrien, Afghanistan, China, Iran, Jemen, Vietnam, Ägypten ... ihre handwerklichen Fähigkeiten im Tandem mit den Restauratoren des Fachwerkzentrums vorstellen. In den weiteren Räumen präsentieren die Seminarteilnehmer gemeinsam mit Mitglieder des Fachwerkzentrums ehemalige Wohnräume und nach Möglichkeit einen vergleichbaren Ort ihres Landes. Unsere kulturellen Wurzeln sind sehr verbunden, verzweigt und überschreiten Ländergrenzen.

Event Tag: 9. September 2018

Tag des offenen Denkmals, Halberstadt

Mit den internationalen Seminarteilnehmern des Projektes "Integrativer Ort BauDENKMAL!" unter Anleitung der Restauratoren und Mitarbeiter des Fachwerkzentrums öffnen wir am "Tag des offenen Denkmals" innerhalb des europäischen Kulturerbejahres 2018 Kulturbauten, die wir gemeinsam vor dem baulichen Verfall retten und deren bauliche Geschichte wir durch die Restaurierung wieder erlebbar gestalten.

Die Praxisarbeiten und vorangegangenen Seminare fanden an national wertvollen Kulturgütern in Sachsen-Anhalt statt. Beispielhaft dafür steht unter anderem das Fachwerkensemble Hühnerbrücke 4 und Grudenberg 8, das älteste erhaltene Schulgebäude in Halberstadt. Für den "Sharing Heritage" Tag in Halberstadt, zum Tag des offenen Denkmals, wird nach 30 Jahren Leerstand erstmals das in Nachbarschaft befindliche ehemalige Wohnhaus des Probstes und der Ordensmitglieder des Johannis Stiftes, der heutige Grudenberg 7, einbezogen. Ein Bau, der nicht nur als Wohnhaus des Probstes fungierte, sondern vermutlich auch in einem großen Saal Gottesdienste abgehalten wurden. Ab dem 19. Jahrhundert gehörte das Haus der Familie Strube. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wohnte der Rabbiner der jüdischen Gemeinde Dr. Auerbach im Obergeschoss und im 20. Jahrhundert betrieben die Gebrüder Sondheim in den ehemaligen Lagerräumen des Seitenflügels ein Farben- und Tapetengeschäft.

Auch der Grudenberg 8 wird am 09.09.2018 geöffnet. Eingeladen sind alle Bürger, nicht nur teilzunehmen, sondern - je nach Geschicklichkeit - miteinander zu arbeiten und mitzuwirken im Sinne von "Sharing Heritage" - "Sharing Work" "Sharing Community" Kulturgut zum Anfassen. Die Seminarteilnehmer - Geflüchtete und Studenten - junge Menschen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Benin ... werden ihre handwerklichen Fähigkeiten im Tandem mit den Restauratoren des Fachwerkzentrums wie das Anmischen von Farben nach historischen Rezepturen mit Kalk, Quark, Pigmenten und Wasser, das Veredeln der Oberfläche mit einer Bierlasur und die Freilegung historischen Raumfassungen präsentieren. Andere Workshops zeigen Aussetzungsarbeiten an barocken Fenstern der Diele des Grudenberg 7 und das Zuschlagen von Sandsteinen.

In der Diele des Fachwerkzentrums werden gemeinsam mit der Moses Mendelsohn Akademie die zukünftigen Bebauungspläne des ehemaligen jüdischen Viertels, entlang der Bakenstrasse ausgestellt.

In einem Raum im Grudenberg 7 mit einer Ausmalung des 19. Jahrhunderts werden Kulturbauten des 18. und 19. Jahrhunderts aus Syrien, Jemen, Irak, Ägypten, Eritrea ..., den Kulturräumen in Plakatform unserer Seminarteilnehmer mit denen wir gemeinsame europäische Kulturbauten restaurieren, gegen gestellt.

Die somit auf mehreren verschiedenen Ebenen präsentierten Kulturräume geben Einblicke in die unterschiedlichen aber auch ähnlichen Baukulturen, den damit verbundenen künstlerischen Fähigkeiten und Fertigkeiten der dort tätigen Handwerker und Lebensgewohnheiten einzelner Familien. So werden durch diese "Kulturräume", nicht nur ein Land eines Seminarteilnehmers präsentiert, sondern ein kulturelles Verständnis, einen Austausch, ein Verstehen angeregt.

Der Beitrag zum europäischen Kulturerbetages mit Geflüchteten mit dem Projekt "Integrativer Ort BauDENKMAL" und dem damit verbundenen Tag "Sharing Heritage" – "Sharing Work" – "Sharing Community" findet am 09.09.2018 ab 10.00 Uhr im Grudenberg 8 – dem ältest erhaltenen Schulbau in Halberstadt sowie dem ehemaligen Wohnhaus des Probstes des Johannis Stiftes Grudenberg 7, in Kooperation und Zusammenarbeit mit der Moses Mendelsohn Akademie statt.

Hiermit möchten wir Sie sehr herzlich einladen am europäischen Kulturerbetages mit internationalen jungen Menschen mit dem Projekt "Integrativer Ort BauDENKMAL", "Sharing Heritage - Sharing Work - Sharing Community" teilzunehmen.

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2017 © Deutsches Fachwerkzentrum Quedlinburg e.V.
Blasiistraße 11 - DE 06484 Quedlinburg
Phone: 03946 810 520
Fax: 03946 810 940
Email: deutsches-fachwerkzentrum-qlb@t-online.de
Web: www.deutsches-fachwerkzentrum.de

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